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22.09.2026

Lebensphasenorientierter Umgang mit Demenz gefordert

Menschen mit Demenz benötigen nach Ansicht des Kuratoriums Deutsche Altershilfe Unterstützung, die sich an ihrer Lebenssituation und nicht allein am Alter oder an formalen Leistungsansprüchen orientiert. 

Dabei sollten Prävention, Diagnostik, Beratung, Teilhabe und Pflege stärker miteinander verbunden werden. Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) wirbt anlässlich der Woche der Demenz für einen Perspektivwechsel im Umgang mit der Erkrankung. Demenz könne Menschen in sehr unterschiedlichen Lebensphasen und mit sehr unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen betreffen.

Die Bedürfnisse eines Menschen, der bereits im mittleren Erwachsenenalter erste Symptome bemerkt, unterscheiden sich demnach deutlich von denen eines hochaltrigen Menschen mit weit fortgeschrittener Demenz. Auch im Verlauf der Erkrankung verändern sich die Anforderungen. Deshalb sollten Unterstützungsangebote stärker an der konkreten Lebenssituation, den vorhandenen Ressourcen und dem jeweiligen Krankheitsstadium ausgerichtet werden.

Nach Einschätzung des KDA beginnt eine angemessene Unterstützung lange vor einer möglichen Pflegebedürftigkeit. Gesundheitsförderung, Prävention, Früherkennung und eine rechtzeitige Diagnostik seien ebenso wichtig wie medizinische Behandlung und Pflege. Prävention könne auch nach ersten kognitiven Veränderungen oder einer Diagnose dazu beitragen, Fähigkeiten möglichst lange zu erhalten, gesundheitliche Risiken zu verringern und Selbstständigkeit zu fördern.

Eine frühe Diagnose allein reiche jedoch nicht aus. Betroffene und Angehörige benötigten verständliche Informationen darüber, was die Erkrankung für den weiteren Lebensweg bedeutet und welche Beratungs- und Unterstützungsangebote zur Verfügung stehen. Dazu gehörten unter anderem Fragen des Wohnens, der Mobilität, der sozialen Einbindung, der Alltagsgestaltung und der Entlastung pflegender Angehöriger.

Auch für die Versicherungs- und Pflegeplanung ist eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema relevant. Gesetzliche Leistungen decken nicht jeden Unterstützungsbedarf vollständig ab, während private Pflege- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen an bestimmte Voraussetzungen und Vertragsbedingungen geknüpft sein können. Verbraucher sollten sich deshalb rechtzeitig über Leistungsansprüche, mögliche Eigenanteile und die Absicherung der Angehörigen informieren.