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27.02.2026

Equal Pay Day: Lohnlücke zwischen Frauen und Männern besteht weiterhin

Der Equal Pay Day symbolisiert, dass Frauen statistisch gesehen bis Ende Februar unbezahlt arbeiten, während Männer bereits seit Jahresbeginn ein Gehalt erhalten. Die Gründe für die anhaltende Lohnlücke sind vielfältig und reichen von strukturellen Arbeitsmarktbedingungen bis hin zu gesellschaftlichen Rollenbildern.

Am 27. Februar 2026 markiert der Equal Pay Day erneut den Tag, bis zu dem Frauen im Vergleich zu Männern rechnerisch ohne Bezahlung arbeiten. Die Lohnlücke, auch Gender Pay Gap genannt, beträgt in Deutschland aktuell rund 16 Prozent. Dieser Wert spiegelt nicht nur direkte Entgeltunterschiede wider, sondern auch strukturelle Faktoren wie Branchenwahl, Teilzeitquoten, Erwerbsunterbrechungen und die ungleiche Verteilung von Führungspositionen.

Der unbereinigte Gender Pay Gap von 16 Prozent setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Ein Teil lässt sich auf unterschiedliche Lebensentscheidungen zurückführen, etwa die Wahl von Berufen, die traditionell schlechter bezahlt werden, oder die häufigere Inanspruchnahme von Teilzeitmodellen durch Frauen. Besonders auffällig ist, dass die Lohnlücke mit Mitte 40 auf bis zu 30 Prozent ansteigen kann – ein Phänomen, das eng mit der Familienphase zusammenhängt. Dieser Einschnitt, ob freiwillig oder strukturell bedingt, wirken sich langfristig auf Einkommen, Aufstiegschancen und Rentenansprüche aus.

Der bereinigte Gender Pay Gap von etwa sechs Prozent bleibt jedoch selbst bei vergleichbarer Qualifikation, Tätigkeit und Erwerbsbiografie bestehen. Dieser Wert lässt sich statistisch nicht vollständig erklären und deutet auf mögliche direkte oder indirekte Diskriminierungen hin.

Die Lohnlücke hat direkte Auswirkungen auf die Alterssicherung. Da Rentenansprüche an die Höhe des Einkommens geknüpft sind, führt ein geringeres Gehalt über den Lebensverlauf zu niedrigeren Rentenansprüchen. Frauen sind daher überproportional von Altersarmut bedroht. Dies unterstreicht die Bedeutung privater Vorsorge und die Notwendigkeit, frühzeitig über zusätzliche Absicherungen nachzudenken.