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25.09.2026

Herzschwäche in Deutschland sozial ungleich verteilt

In Deutschland lebten 2024 rund 3,2 Millionen Menschen mit einer Herzinsuffizienz. Die Häufigkeit ist in sozial und wirtschaftlich benachteiligten Regionen deutlich höher und hängt zudem mit Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes zusammen.

Nach Angaben des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) waren 2024 rund 5,5 Prozent der Bevölkerung ab 30 Jahren von einer Herzinsuffizienz betroffen. Dabei zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. In sozioökonomisch besonders benachteiligten Regionen lag der Anteil bei 6,8 Prozent, in materiell besser gestellten Regionen bei 4,4 Prozent.

Der Zusammenhang bleibt auch bestehen, wenn Unterschiede bei der Alters- und Geschlechtsstruktur berücksichtigt werden. Das spricht dafür, dass Einkommen, Bildung, Beschäftigung und die regionalen Lebensbedingungen einen wesentlichen Einfluss auf die Herzgesundheit haben. In benachteiligten Regionen treten zudem wichtige Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes häufiger auf.

Herzinsuffizienz, auch Herzschwäche genannt, entsteht häufig infolge anderer Erkrankungen. Dazu zählen insbesondere die koronare Herzkrankheit und Bluthochdruck. Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit stark an. In der Altersgruppe ab 90 Jahren waren 2024 rund 35 Prozent der Männer und 30 Prozent der Frauen betroffen.

Auch zwischen den Bundesländern bestehen erhebliche Unterschiede. Die niedrigsten Werte verzeichneten Hamburg mit 3,8 Prozent, Bremen mit 4,5 Prozent und Berlin mit 4,6 Prozent. Am höchsten war die Häufigkeit in Sachsen-Anhalt mit 8,9 Prozent, gefolgt von Thüringen mit 8,5 Prozent und Sachsen mit 7,9 Prozent. Auf Kreisebene reichte die Spanne von 2,8 Prozent in Frankfurt am Main bis 13,9 Prozent im Landkreis Mansfeld-Südharz.

Der Gesundheitsatlas weist außerdem auf einen Zusammenhang mit dem Rauchverhalten hin. In Regionen mit besonders vielen Raucherinnen und Rauchern lag der Anteil der Menschen mit Herzinsuffizienz bei 6,6 Prozent, in Regionen mit wenigen Rauchern bei 4,7 Prozent. Ähnlich deutlich war der Zusammenhang beim Bluthochdruck: In Regionen mit wenigen Hypertoniepatienten betrug die Herzinsuffizienzquote 4,2 Prozent, in Regionen mit vielen Betroffenen 8,4 Prozent.

Eine Herzinsuffizienz kann die Erwerbsfähigkeit langfristig beeinträchtigen. Neben medizinischer Prävention kann deshalb auch eine frühzeitige Prüfung des persönlichen Versicherungs- und Vorsorgeschutzes sinnvoll sein. Welche Leistungen private Versicherungen im Krankheits- oder Pflegefall übernehmen, hängt jedoch stets vom jeweiligen Vertrag und den individuellen Voraussetzungen ab. Wir beraten Sie dazu gerne.