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27.01.2026

Digitaler Betrug in der Logistikbranche

Kriminelle nutzen gefälschte Identitäten und manipulierte Daten, um als Phantomfrachtführer hochwertige Lkw-Ladungen zu stehlen. 

Die Schäden erreichen nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mittlerweile extreme Höhen.

So verschwanden im Jahr 2025 alle drei Tage Waren im Wert von durchschnittlich 200.000 Euro. Im Vorjahr lag die durchschnittliche Schadenshöhe bei 130.000 Euro pro Fall. Insgesamt belief sich der Schaden allein durch diese Betrugsmasche auf rund 18 Millionen Euro.

Phantomfrachtführer agieren hochprofessionell und international vernetzt. In drei von vier Fällen nutzen sie Identitätsdiebstahl, indem sie etwa E-Mail-Adressen oder Versicherungsbestätigungen fälschen. Daneben gründen sie Scheinfirmen oder übernehmen gezielt angeschlagene Speditionen als Tarnung. Viele Fälle würden sich verhindern lassen, wenn Unternehmen Geschäftsanbahnungen systematischer prüften und interne Kontrollen konsequent umsetzten.

Phantomfrachtführer gefährden nicht nur die Ware, sondern auch den Versicherungsschutz. Im Schadenfall prüfen Versicherer, ob Prüf- und Sorgfaltspflichten eingehalten wurden. Klare Prüfprozesse, dokumentierte Entscheidungswege und regelmäßige Schulungen seien daher essenziell, um Risiken zu reduzieren und den Versicherungsschutz zu sichern.