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24.10.2026

Babyboomer prägen außerhalb der Großstädte die Altersstruktur

In Großstädten bilden 25- bis 34-Jährige die größte Altersgruppe, während außerhalb der Großstädte die Babyboomer besonders stark vertreten sind. Der bevorstehende Ruhestand dieser Jahrgänge wird deshalb vor allem ländliche Regionen vor Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt stellen.

Die Alterung der Bevölkerung verläuft in Deutschland regional unterschiedlich. Eine Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung zeigt, dass junge Erwachsene in Großstädten die größte Altersgruppe stellen. In städtischen und ländlichen Kreisen dominieren dagegen die Babyboomer.

Ein wesentlicher Grund für den hohen Anteil junger Erwachsener in Großstädten ist der Zuzug für Ausbildung und Studium. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen unterscheidet sich dagegen kaum: In allen Kreistypen liegt er bei rund 17 Prozent.

Junge Erwachsene leben in Großstädten häufiger allein. Außerhalb der Großstädte wohnen sie häufiger noch bei den Eltern oder haben bereits eine Familie gegründet. Im höheren Alter ist das Alleinleben vor allem bei Frauen weit verbreitet.

Die regionale Wirtschaftsstruktur wirkt sich zudem auf Ausbildung und Beschäftigung aus. In ländlichen Kreisen verfügen 58 Prozent der 25- bis 34-Jährigen als höchsten Berufsabschluss über eine berufliche Ausbildung. In Großstädten liegt der Anteil bei 32 Prozent, während dort Hochschulabschlüsse deutlich stärker vertreten sind.

Beim Einkommen sind die Unterschiede zwischen Stadt und Land vergleichsweise gering. Über dem bundesweiten Medianeinkommen von 1.889 Euro netto im Monat liegen 51 Prozent der Bevölkerung in Großstädten und städtischen Kreisen sowie 48 Prozent in ländlichen Kreisen. Größer ist die Einkommensdifferenz zwischen Frauen und Männern.

Für Versicherte können die regionalen Unterschiede bei Alter, Erwerbsbiografien und Lebensformen die persönliche Vorsorge beeinflussen. Besonders wichtig sind dabei langfristige Entscheidungen zur Altersvorsorge, zur Absicherung bei Pflegebedürftigkeit und zur Absicherung von Angehörigen. In Regionen mit starkem Fachkräftemangel können zudem Veränderungen bei Beschäftigung und Einkommen die finanzielle Planung vieler Haushalte prägen.