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24.03.2026

Weniger Homeoffice führt zu sinkender Job-Zufriedenheit und höherer Belastung

Immer mehr Arbeitgeber fordern ihre Beschäftigten zurück ins Büro – mit spürbaren Folgen für die Zufriedenheit und das Belastungsempfinden. 

Besonders betroffen sind Eltern, vor allem Mütter, während Führungskräfte die Präsenzpflicht positiver bewerten. Das geht aus einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung hervor.

Mehr als ein Drittel der Erwerbstätigen in Deutschland, die auch mobil arbeiten, haben in den letzten Jahren von ihren Arbeitgebern Vorgaben für weniger Homeoffice erhalten. Diese „Return-to-Office“-Initiativen (RTO) zielen darauf ab, die Präsenz im Betrieb zu erhöhen. Solche Maßnahmen verringern die Job-Zufriedenheit im Durchschnitt und das Belastungsempfinden steigt – insbesondere bei Beschäftigten mit Betreuungspflichten, so die Studienautoren.

Die Zufriedenheit mit RTO-Initiativen ist bei Müttern besonders gering, während Führungskräfte die verstärkte Präsenz positiver bewerten. Nur etwa die Hälfte der Betroffenen hat von ihren Vorgesetzten eine offizielle Begründung für die Rückkehr ins Büro erhalten. Wo eine Begründung vorlag, wurde diese meist mit dem Wunsch nach mehr kollegialem Austausch und besserer Teamarbeit begründet. Knapp 60 Prozent der Befragten vermuten jedoch, dass es den Arbeitgebern vor allem um stärkere Kontrolle und mangelndes Vertrauen geht.

Die Forscherinnen warnen, dass eine Einschränkung des Homeoffice nicht nur die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben erschwert, sondern auch gesundheitliche Risiken birgt und zusätzliche Barrieren für die Erwerbsbeteiligung von Frauen schafft. Dies stehe im Widerspruch zu politischen Bestrebungen, das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen zu erhöhen.

Für Verbraucher kann die Rückkehr ins Büro auch versicherungstechnische Aspekte berühren: Wer seltener im Homeoffice arbeitet, ist wieder häufiger auf dem Arbeitsweg – und damit potenziell stärker Unfall- oder Haftpflichtrisiken ausgesetzt. Eine private Unfallversicherung oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann hier sinnvoll sein, um mögliche Risiken abzusichern. Wir beraten Sie dazu gerne.