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31.10.2026

Unterhaltsvorschuss für alleinerziehende Familien

Die Ausweitung des Unterhaltsvorschusses im Jahr 2017 hat die finanzielle Situation vieler alleinerziehender Familien verbessert. Eine Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung zeigt zudem, dass Väter anschließend häufiger private Unterhaltszahlungen leisteten.

Mit der Reform wurde der Anspruch auf Unterhaltsvorschuss insbesondere auf Kinder zwischen zwölf und 17 Jahren ausgeweitet. Bei alleinerziehenden Müttern mit Kindern in dieser Altersgruppe stieg die Wahrscheinlichkeit, die staatliche Leistung zu beziehen, dadurch um rund 27 Prozentpunkte.

Nach den untersuchten Daten erhöhte sich zugleich der Anteil der Väter, die für Kinder zwischen zwölf und 18 Jahren private Unterhaltszahlungen leisteten. Er stieg von durchschnittlich 37 auf 42 Prozent. Die Ausweitung des staatlichen Vorschusses führte damit nicht zu einem Rückgang privater Zahlungen, sondern ging mit einer höheren Zahlungsbereitschaft einher.

Die finanzielle Situation der betroffenen Familien verbesserte sich insgesamt. Mütter erzielten höhere Einkommen, weiteten ihre Erwerbstätigkeit aus und bezogen seltener andere Sozialleistungen. Besonders deutlich waren die Effekte bei Müttern ohne Hochschulabschluss.

Auch die Ausgaben der Haushalte veränderten sich. Nach der Reform wurde mehr Geld für Lebensmittel sowie für Nachhilfe, Bücher, Schreibwaren und Spielzeug ausgegeben. Damit kamen zusätzliche Mittel nach den Studienergebnissen unmittelbar den Kindern zugute.

Der Unterhaltsvorschuss kann eine wichtige staatliche Absicherung sein, ersetzt aber keine private Vorsorge für den Todesfall oder den Wegfall des Einkommens eines Elternteils. Alleinerziehende sollten deshalb auch prüfen, ob eine Risikolebensversicherung oder eine andere Absicherung zur finanziellen Situation der Familie passt. Entscheidend sind dabei die tatsächlichen Unterhaltsverpflichtungen, die Absicherung der Kinder und die Laufzeit des Vertrags.