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20.10.2026

Künstliche Intelligenz bislang kein allgemeiner Jobkiller

Ein allgemeiner Beschäftigungseinbruch in Berufen mit starkem KI-Einfluss ist bisher nicht erkennbar. Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger entwickeln sich in diesen Tätigkeitsfeldern jedoch zunehmend schlechter als ältere Beschäftigte.

Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zeigt, dass sich die Vollzeitbeschäftigung in Berufen mit hoher KI-Betroffenheit seit 2022 insgesamt günstiger entwickelte als in weniger betroffenen Berufen. Bei den 30- bis 39-Jährigen lag das Beschäftigungswachstum um fast sechs Prozentpunkte höher, bei den 40- bis 64-Jährigen um rund fünf Prozentpunkte. Bei den 20- bis 29-Jährigen ging die Vollzeitbeschäftigung in stark KI-betroffenen Berufen dagegen zuletzt um 1,2 Prozentpunkte stärker zurück als in weniger betroffenen Berufen. Der Zusammenhang ist statistisch noch nicht eindeutig, verstärkt sich jedoch im Zeitverlauf. Nach Einschätzung der Forschenden war bislang vor allem die schwache Konjunktur für die Beschäftigungsprobleme junger Menschen verantwortlich.

In wirtschaftlich angeschlagenen Branchen sank die Beschäftigung der 20- bis 29-Jährigen zwischen 2022 und 2025 um 4,2 Prozent. Ein mögliches zusätzliches KI-bedingtes Warnsignal zeigt sich im Verarbeitenden Gewerbe und in nicht akademisch geprägten Berufen.

Die Studienergebnisse belegen damit bislang keinen allgemeinen Abbau von Arbeitsplätzen durch künstliche Intelligenz. Wegen der schnellen technischen Entwicklung soll der Einfluss von KI jedoch weiter beobachtet werden.

Für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger kann eine längere Arbeitssuche auch Auswirkungen auf den Versicherungsschutz haben. Die gesetzliche Krankenversicherung bleibt bei Arbeitslosigkeit unter bestimmten Voraussetzungen bestehen; bei einem Wechsel in eine Selbstständigkeit oder bei längeren Übergangszeiten müssen Betroffene ihren Status jedoch frühzeitig klären. Auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann beim Berufsstart relevant sein, weil der Gesundheitszustand und das Eintrittsalter Einfluss auf die späteren Bedingungen haben können.