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Mehrheit lehnt pauschale Kürzungen bei BAföG und Elterngeld ab
Eine repräsentative Studie zeigt, dass die Bevölkerung pauschale Kürzungen bei BAföG und Elterngeld überwiegend ablehnt. Deutlich größer ist die Zustimmung, wenn Einschnitte auf bestimmte Gruppen wie Vermögende oder Studierende mit schlechten Leistungen begrenzt werden sollen.
Nur etwa ein Prozent der Befragten befürwortet eine generelle Kürzung des BAföG. Beim Elterngeld liegt der Anteil bei knapp vier Prozent. Werden dagegen nur bestimmte Empfängergruppen einbezogen, steigt die Zustimmung deutlich: Kürzungen beim BAföG für einzelne Gruppen unterstützen 60 Prozent, beim Elterngeld sind es 80 Prozent.
Das geht aus einer repräsentativen Untersuchung des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hervor. Beim BAföG finden Kürzungen vor allem dann Zustimmung, wenn sie Studierende mit schlechten Leistungen betreffen würden. 37 Prozent halten Einschnitte in diesem Fall für gerechtfertigt. Geringere Leistungen für Studierende, die erst seit kurzer Zeit in Deutschland leben, befürworten 21 Prozent. Für Kürzungen bei Studierenden in Fächern mit schlechten beruflichen Perspektiven sprechen sich 16 Prozent aus.
Beim Elterngeld ist die Zustimmung zu einer Begrenzung für Vermögende mit 67 Prozent am höchsten. Kürzungen für Personen mit höheren Einkommen befürworten 55 Prozent. Die Studie deutet damit auf eine stärkere Akzeptanz gezielter als pauschaler Einschnitte hin.
Die Einstellungen unterscheiden sich deutlich nach dem Alter. Kürzungen beim BAföG für Studierende mit schlechten Leistungen unterstützen 53 Prozent der Menschen ab 65 Jahren, aber nur 27 Prozent der unter 45-Jährigen. Beim Elterngeld liegen die Werte für Kürzungen bei Vermögenden bei 85 Prozent unter den Älteren und 54 Prozent unter den Jüngeren.
Auch Bildungsstand und Parteipräferenz beeinflussen die Ergebnisse. Hochschulabsolventinnen und -absolventen befürworten BAföG-Kürzungen seltener als Menschen ohne beruflichen Abschluss. Anhängerinnen und Anhänger von Grünen und Linken lehnen generelle Einschnitte beim BAföG besonders häufig ab. Bei einer Begrenzung des Elterngeldes für Vermögende fällt die Zustimmung dagegen über Parteigrenzen hinweg vergleichsweise hoch aus.
Für viele Familien und Studierende sind staatliche Leistungen ein wichtiger Bestandteil der finanziellen Planung. Änderungen bei BAföG oder Elterngeld können deshalb auch die Möglichkeit beeinflussen, Beiträge für Kranken-, Pflege-, Berufsunfähigkeits- oder private Altersvorsorge dauerhaft zu tragen. Wir beraten Sie gerne zu Vorsorgekonzepten für die Ausbildung und Absicherung des Nachwuchses.