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14.07.2026

Hitzewellen: So schützen Sie sich vor gesundheitlichen Risiken

Extreme Temperaturen belasten den Körper stark und können im schlimmsten Fall tödlich enden. Das Robert Koch-Institut schätzt, dass 2026 bereits etwa 5.100 Menschen in Deutschland an den Folgen von Hitze starben. Praktische Empfehlungen helfen, sich und andere zu schützen.

Hitzewellen, Temperaturrekorde und sogenannte Tropennächte werden häufiger. Umso wichtiger ist es, sich rechtzeitig zu schützen und besonders gefährdete Personen im Blick zu behalten. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit hat praktische Empfehlungen zum Hitzeschutz zusammengestellt. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Babys und Kleinkinder, Schwangere, chronisch Kranke, alleinlebende oder pflegebedürftige Personen sowie Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen und Obdachlose. Angehörige, Nachbarn oder Freunde können helfen, indem sie regelmäßig nachfragen, ob ausreichend getrunken wurde oder Unterstützung anbieten – etwa bei Einkäufen oder Terminen.

Auch die Ernährung spielt eine Rolle: Bei starkem Schwitzen verliert der Körper nicht nur Wasser, sondern auch Mineralstoffe. Brühe, leicht gesalzene Speisen oder elektrolythaltige Getränke können sinnvoll sein. Kalium- und magnesiumreiche Lebensmittel wie Bananen, Kartoffeln, Gemüse, Nüsse oder Vollkornprodukte unterstützen den Körper zusätzlich. Leichte, helle und luftige Kleidung hilft, Wärme abzugeben.

An heißen Tagen sollten mehrere kleine Mahlzeiten statt weniger großer gegessen werden. Geeignet sind wasserreiche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Salat oder Suppen. Erwachsene sollten über den Tag verteilt etwa zwei bis drei Liter Flüssigkeit trinken, bei körperlicher Belastung noch mehr. Auch ohne Durstgefühl ist regelmäßiges Trinken wichtig. Menschen mit Herz- oder Nierenerkrankungen sollten die Trinkmenge jedoch ärztlich abstimmen.

Warnzeichen wie Schwindel, Schwäche, Kopfschmerzen, Übelkeit, Krämpfe, Verwirrtheit oder Kreislaufprobleme sollten ernst genommen werden. Betroffene sollten schnell aus der Hitze gebracht, gekühlt und mit Flüssigkeit versorgt werden. Bei schweren Beschwerden oder Verdacht auf Hitzschlag ist sofort ärztliche Hilfe zu holen.

Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte vor oder während einer Hitzewelle klären, ob die Hitze die Wirkung beeinflussen kann. Lagerungshinweise sind zu beachten, da einige Arzneimittel keine Temperaturen über 25 °C vertragen. Medikamente sollten niemals im heißen Auto liegen bleiben.

Auch die Wohnung sollte kühl gehalten werden: Am besten lüftet man, wenn es draußen kühler ist als drinnen – also nachts oder früh morgens. Tagsüber sollten Fenster von außen verschattet werden. Unbenutzte Elektrogeräte sollten ausgeschaltet werden, da sie auch im Stand-by-Modus Wärme erzeugen.

Körperliche Aktivitäten, Sport, Einkäufe und Termine sollten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Während der heißesten Tageszeit – etwa zwischen 11 und 17 Uhr – sollte man sich möglichst wenig draußen aufhalten. Direkte Sonne und aufgeheizte Orte wie Asphalt- oder Betonflächen sind zu meiden. Schattige Orte, Parks, Gärten oder kühlere Innenräume sind besser geeignet.

Hitzewellen haben nicht nur gesundheitliche, sondern auch versicherungstechnische Auswirkungen. So können Hitzeschäden an Gebäuden oder Infrastruktur zu Versicherungsfällen führen. Zudem können gesundheitliche Folgen von Hitze, wie Hitzschläge oder Kreislaufprobleme, die Zahl der Krankenversicherungsfälle erhöhen.