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19.09.2026

Herzsterblichkeit durch koronare Herzkrankheit sinkt, Klinikaufnahmen bleiben hoch

Die Sterberate durch die koronare Herzkrankheit ist 2024 deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig bleiben die Zahl der stationären Behandlungen wegen Herzkrankheiten und die kardiovaskuläre Sterblichkeit auf einem hohen Niveau.

Die Sterberate durch die koronare Herzkrankheit, die als zentrale Ursache vieler Herzinfarkte gilt, sank in Deutschland innerhalb eines Jahres von 127,3 auf 118,3 Todesfälle je 100.000 Einwohner. Das entspricht einem Rückgang von 7,1 Prozent. In absoluten Zahlen starben 2024 insgesamt 113.473 Menschen an einer koronaren Herzkrankheit, darunter 41.258 an einem Herzinfarkt. Im Vorjahr waren es 119.795 Todesfälle durch koronare Herzkrankheit und 43.839 Herzinfarkttote.

Die Zahlen stammen aus dem Deutschen Herzbericht – Update 2026. Als Gründe für die rückläufige Sterblichkeit gelten unter anderem Fortschritte bei Diagnostik, medikamentöser Behandlung, Rehabilitation und Notfallversorgung. Trotz der positiven Entwicklung bleibt der Handlungsbedarf groß. Die Zahl der vollstationären Krankenhausaufnahmen wegen Herzkrankheiten stieg von rund 1,64 Millionen im Jahr 2023 auf etwa 1,65 Millionen im Jahr 2024. Besonders häufig sind Behandlungen wegen koronarer Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche.
Mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der Herzbehandlungen deutlich. Bei Menschen ab 65 Jahren werden beispielsweise stationäre Therapien wegen Herzschwäche wesentlich häufiger erforderlich als bei den 45- bis unter 65-Jährigen. Auch bei jüngeren Menschen nehmen Krankenhausaufnahmen wegen koronarer Herzkrankheit und Herzrhythmusstörungen ab etwa dem 40. Lebensjahr zu.

Als wichtige Risikofaktoren gelten unter anderem Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes, Übergewicht, Rauchen sowie ein hoher Alkohol- und Bewegungsmangel. Frühe Vorsorgeuntersuchungen und eine konsequente Behandlung können helfen, Erkrankungen zu erkennen und Komplikationen zu vermeiden. 

Vorerkrankungen und Risikofaktoren können je nach Vertrag Einfluss auf den Abschluss und die Bedingungen einer privaten Kranken-, Berufsunfähigkeits- oder Lebensversicherung haben. Wir beraten Sie dazu gerne.