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BGH-Ur­teil: Un­dich­te Fu­ge im Bad

Wasserschäden, die durch eine undichte Fuge zwischen Duschwanne und Wand entstehen, sind nicht durch die Leitungswasser-Versicherung abgedeckt. Daher muss die Gebäudeversicherung nicht für den Schaden

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19.05.2026

Entkopplung von Gas- und Strompreisen?

Eine aktuelle Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung zeigt, dass eine Entkopplung der Gas- und Strompreise nach dem Iberischen Mechanismus in Deutschland eine Ersparnis von rund 7,3 Milliarden Euro pro Jahr bringen könnte.

Dieser Mechanismus wirkt wie ein indirekter Preisdeckel für Erdgas, das zur Stromerzeugung genutzt wird. Statt des aktuellen Marktpreises wird ein festgelegter, niedrigerer Referenzpreis für die Berechnung der Strompreisgebote in Gaskraftwerken zugrunde gelegt. Dadurch wird der aus Gas erzeugte Strom günstiger angeboten, was den Anstieg der Strompreise stark eindämmt.

Der Iberische Mechanismus wurde 2022 von Spanien und Portugal eingeführt. Die Gaskraftwerksbetreiber erhalten eine Kompensation für die Differenz zwischen dem tatsächlichen Einkaufspreis und dem Referenzpreis, die durch eine Umlage von Versorgungsunternehmen und industriellen Großkunden finanziert wird. Trotz der Umlagekosten ist das Modell für Stromkunden deutlich günstiger, da die Ersparnis mit dem Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung steigt.

Für Deutschland prognostizieren die Forscher, dass die Strompreise bei Anwendung des Mechanismus im Durchschnitt 17 Euro pro Megawattstunde niedriger ausfallen würden. Bei einem angenommenen Gesamtverbrauch von 500 Terawattstunden entspräche dies einer Ersparnis von 8,5 Milliarden Euro pro Jahr. Den Umlagekosten von rund 1,2 Milliarden Euro stünde damit eine Nettoersparnis von 7,3 Milliarden Euro für Haushalte und Unternehmen gegenüber.

Die Einführung eines solchen Mechanismus auf EU-Ebene wäre europarechtlich möglich und würde eine einheitliche Regulierung der Strompreise ermöglichen. Eine rein nationale Umsetzung birgt das Risiko von Preisunterschieden zwischen den Mitgliedstaaten, was zu Stromimporten aus Nachbarstaaten ohne Deckel führen könnte. In diesem Fall müssten Stromexporte mit einer Gebühr belegt werden, um dies auszugleichen.

Immer mehr Haushalte erzeugen mit Photovoltaikmodulen einen Teil des Stroms selbst. Wir beraten Sie gerne zu Versicherungen rund um solche Anlagen.