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03.07.2026

Sicherheitslücken im vernetzten Heim

Forscher untersuchen die Unsicherheiten im privaten Netzalltag jenseits von Laptops und Smartphones. 

Der Forschungsverbund ForDaySec, in dem fünf bayerische Universitäten zusammenarbeiten, hat vier Jahre lang untersucht, wie digitale Technologien den Alltag sicherer oder auch verwundbarer machen. Dabei lag der Fokus auf sogenannten Alltagsgeräten, die im privaten und Arbeitsumfeld vermehrt vernetzt sind, aber oft kaum als IT-Systeme wahrgenommen werden. Dazu zählen intelligente Heizungssteuerungen, Sprachassistenten und smarte Beleuchtung. Die Forschenden betonen, dass Sicherheitsrisiken nicht primär durch spektakuläre Hackerangriffe entstehen, sondern häufig durch Geräte, die längst existieren, aber im Gedächtnis vieler Nutzer verschwinden.

Die Leitung des Teilprojekts „Alltagsdigitalisierung“ hob hervor, dass die Verantwortung für Cybersicherheit nicht allein bei den Nutzerinnen und Nutzern liegt. Vielmehr bestimmen Rahmenbedingungen wie Zeitdruck, Aufgabenvielfalt und komplexe Techniknutzung den Umgang mit Sicherheitsproblemen. In Befragungen und Vor-Ort-Besuchen wurde deutlich, dass Fehler oft durch Alltagsstress ausgelöst werden und die Technik hinter vielen Geräten und deren Updates und Wartung undurchsichtig bleibt.

Besonders betont wird, dass unscheinbare Geräte potenziell erhebliche Sicherheitsrisiken tragen. Smarte Glühbirnen, die längst Teil des heimischen WLAN sind, geraten schnell in Vergessenheit; wenn Hersteller keine Updates mehr liefern oder installieren, wird das Gerät zu einem Einfallstor für Angreifer. Ähnlich problematisch seien Sprachassistenten, die oft dauerhaft in Wohnräumen präsent sind und auch dann „mithören“, wenn sie selten genutzt werden. Solche Risiken treten laut den Forschenden schon deshalb auf, weil viele Nutzerinnen und Nutzer die vollständige Vernetzung ihrer Geräte nicht mehr aktiv überwachen.

Zur Prävention empfehlen die Forscher eine Bestandsaufnahme der vernetzten Geräte im eigenen Umfeld und regelmäßige Updates. Unzureichend gesicherte Smart-Home-Geräte können Risikofaktoren darstellen, die im Schadensfall zu Leistungsfragen in der Cybercrime-Versicherung führen könnten. Wir beraten Sie gerne zur Absicherung gegen Cyber-Risiken.